Fotofalle mit ESP32Cam

Fotofalle für Wildtieraufnahmen im Eigenbau. Wie schon angekündigt, auch eine nette Anwendung für die ESP32Cam mit SD-Kartenslot und Blitzlicht-LED. Mit einem Bewegungsmelder und Akkupack ergänzt, hat man schon die wesentlichen Bauelemente beisammen.

Dann braucht es die entsprechende Firmware. Recht einfach geht die Programmierung mit dem aufsteckbaren Programmer, den man per USB mit dem Rechner verbinden kann.

Die ESP sind schon länger in die Arduino-IDE integrierbar. Dort lässt sich der serielle Monitor gut nutzen, um zu überprüfen, ob ein Bild auf die SD-Karte geschrieben und danach in den Deep-Sleep gegangen wurde.

Denn unser Programm versetzt nach einer Aufnahme die Schaltung wieder in den Tiefschlafmodus, so dass sie wochenlang ohne Nachladen vom Akku in Betrieb sein kann und wird bei Bewegungserkennung durch den PIR aufgeweckt. Der Melder funktioniert auch bei geringer Wärmeabstrahlung von Kleintieren in der Nacht.

Wie immer mit einem Breadboard gestartet, lassen sich vor dem Einbau der ESP32Cam alle Funktionen testen. Die sitzt im Anschluss dann auf einer kleinen Platine, abziehbar auf zwei Buchsenleisten.

Für das Aufbringen von wenigen Widerständen und Transistor reicht uns eine Universalplatine. In unserer Bauteilliste ein Transistor 2N3904 oder BC548, zwei Widerstände 1,2K und 10K, um vom Bewegungsmelder GPIO13 am Cam-Modul anzusteuern.

Unser Gehäuse ist für vier Abstandhalter zur Aufnahme von diversen Einbauteilen schon vorbereitet. Deren Länge soll dann genau so sein, dass das kleine Objektiv passig mit der Oberseite abschließt, der kleine PIR muss auch entsprechend hoch angelötet werden.

Per USB geht es beim Laden nun an ein handelsübliches 5V-Steckernetzteil oder ein entsprechendes Solarpanel, was auch im laufenden Betrieb funktioniert. So kann man eine solche Cam auch im Dauerbetrieb halten. Logischerweise ist ein kleiner Kippschalter zum Trennen der Stromversorgung zur Kameraelektronik vorgesehen, weitere Bedienelemente braucht es nicht. Im Aus-Zustand kann man immer noch laden.

Im ansonsten wasserdichten Gehäuse gibt es nach unten nun Ladebuchse, Hauptschalter und Öffnungen für aufkommende Feuchtigkeit, nach hinten diverse Aufhängung, wenn man die Kamera an einem Stab anbringen will. Zum Holen der Aufnahmen lässt sich die MicroSD von außen ziehen. Auf eine WiFi-Verbindung hab‘ ich diesmal verzichtet, soll ja eh draußen im Gelände funktionieren.

Im Auslieferzustand ist der winzige Einstellring an der 2MegaPixel-Linse mit OV2640 nicht auf Unendlich, sondern geringere Entfernung von wenigen Metern eingestellt. Für meine Beobachtungen im Garten musste ich da nichts ändern, bei Bedarf kann man auch ganz vorsichtig korrigieren.

Etwas Camouflage-Lackierung darf für eine Wildkamera dann auch sein. Mal sehen, was jetzt noch, oder im Frühjahr so abgelichtet werden kann… 🙂

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